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Die Suonen

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Das Wort "Suone"

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Glossar
Definition
Suonen sind historische Bewässerungskanäle im Schweizer Kanton Wallis. Diese Wasserleitungen bestehen aus offenen Gräben, die das kostbare Wasser von den Gebirgsbächen - zum Teil auf abenteuerliche Art - auf die trockenen Weiden und Äcker, in die Weinberge oder auf die Obstplantagen bringen. Im französischsprachigen Unterwallis wird eine Suone "un bisse" genannt.

Ethymologie
Es gibt verschiedene Ansichten über die Herkunft des Begriffs "Suone". Folgende ist die plausibelste:
Suen f., Sua, Pl. Suene(n) in den Bedeutungen 'Wasserleitung, Wasserfuhren in den Alpen' entspricht im Wallis dem romanischen Wort Biss-.
Die Verbreitung von Suen ist heute nach Ausweis der Wörter- und Namenbücher als Wort wie auch als Toponym (Orts-/Flurname) in seiner Ausbreitung beschränkt auf den alemannischen und südbairischen Raum.
Alle Lautungen sind zurückzuführen auf althochdeutsch suoha f. in den Bedeutungen 'Furche, Graben; Egge' (E.G. Graff, Ahd. Sprachschatz 6, 143; O. Schade, Altdt. Wb., 897). Die Lautentwicklung führt mit Schwund der intervokalischen Spirans -h- und vokalischer Kontraktion von ahd. suoha über *suoa zu suo. Suo ist somit ein oberdeutsches Reliktwort, dessen Benennungsmotiv sich übrigens mit dem frankoprovenzalischen bisse 'Bett, Graben' im romanischen Teil des Wallis deckt.

(Quelle: Dr. Erich Blatter, Germanist, Universität Bern).


© by J. Gerber - Letzte Änderung: 25.02.2014